Die Geschichte der Baltimores
Mittwoch, 29. Juni 2016

Familienroman
Der neue Roman des Autors Joel Dicker bedient sich des gleichen Hauptdarstellers wie der Vorgänger „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert„. Marcus Goldman, der erfolgreiche Schriftsteller, erzählt in „Die Geschichte der Baltimores“ die Geschichte seiner Familie.
Die Geschichte der Goldmans
Eigentlich müsste das Buch „Die Geschichte der Goldmans“ heißen. Es gibt zwei Familienzweige dieser Familie. Die Goldmans aus Montclair (New Jersey): normales Haus, normale Jobs. Und die Goldmans aus Baltimore: Villa, Haus in den Hamptons, alle sind so nett und begabt.
Marcus, der Ich-Erzähler ist ein Montclair. Er beschreibt die Unterschiede so: Read More
Jane Gardam: Ein untadeliger Mann und eine treue Frau
Sonntag, 26. Juni 2016
Bei Lovelybooks hatte ich vor kurzem das Glück, an einer Tandemleserunde teilnehmen zu dürfen. Dort haben 20 Glückliche die ersten beiden Bücher der Trilogie von Jane Gardam lesen dürfen.

Raj-Waisen
Jane Gardam greift in ihren Büchern ein Thema auf, dass mir noch kein wirklicher Begriff war. Es geht um die Problematik von Raj-Waisen. Das sind Kinder, die früher mit ihren Eltern in den britischen Kolonien lebten. Da damals die Meinung herrschte, dass Heranwachsende in diesen Ländern keine vernünftige Manieren und keine adäquate Schulbildung bekommen können, schickten die Eltern ihre Kinder im Kindesalter nach England, wo sie in Familien lebten, die dafür bezahlt wurden, dass sie den Kindern ein Zuhause geben. Da die Reise von England aus in die britischen Kolonien nur mit dem Schiff zurückgelegt werden konnte, was einige Wochen dauerte, sahen diese Kinder ihre Eltern oft jahrelang nicht wieder. Die Reise wäre in den Ferien nicht zu schaffen gewesen. Die Folgen für die Rajwaisen waren vielfältig.
Ein untadeliger Mann
Inhalt
Der untadelige Mann ist Sir Edward Feathers, genannt Old Filth.
Old Filth wird in Malaya geboren, sein Vater ist ein kauziger Engländer, der mit seinem Sohn nichts anfangen kann. Da die Mutter bei der Geburt gestorben ist, wächst der Junge bei den malayischen Einwohnern des Dorfes auf.
Mit 5 Jahren wird er nach England geschickt. Eine Missionarin begleitet ihn auf der Seereise. In England kommt Edward in eine Pflegefamilie nach Wales – zusammen mit zwei seiner Cousinen. Diese Vorgehensweise war damals üblich für Kinder von Eltern, die in den Kolonien gearbeitet haben. Diese sogenannten Raywaisen sahen ihre Eltern teilweise über Jahre nicht wieder. Read More
Die letzten Jahre von Francis Scott Fitzgerald
Mittwoch, 22. Juni 2016

Westlich des Sunset
1937 ist Francis Scott Fitzgerald einundvierzig Jahre alt und vollkommen pleite. Seine geliebte Frau Zelda muss er in einer teuren Nervenklinik unterbringen, die einzige Tochter Scottie lebt in einem (ebenfalls teuren) Internat. Ein Heim hat die Familie schon länger nicht mehr.
Francis ist ein hoch verschuldeter Alkoholiker und als Autor überhaupt nicht mehr gefragt. Da bietet sich die Möglichkeit in Hollywood Drehbücher für MGM zu schreiben. An dieser Stelle setzt dieses Buch von Stuart O’Nan ein.
Das Buch beschreibt den endgültigen Niedergang eines bereits am Boden liegenden ehemaligen Supertars. In den „Roaring Twenties“ waren Fitzgerald und Zelda eines der populärsten Jet-Set-Paare. Wilde Parties, provokante Aktionen, Alkohol: sie gaben ihr Geld mit vollen Händen aus. Vorsorge für später wurde nicht getroffen, im Gegenteil, sie machten Schulden als die späteren Romane und Geschichten nur wenig finanziellen Erfolg brachten.
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Die Glasglocke
Dienstag, 14. Juni 2016

Klassiker: Die Glasglocke
Es gibt Bücher die man vom Namen her einfach kennt. Von so einem Buch denke ich immer jeder außer mir hat es schon gelesen. Dazu gehört „Die Glasglocke“. Es wird oft in anderen Büchern erwähnt, der Name der Autorin, Sylvia Plath, meist mit Ehrfurcht genannt. Durch die Bücherkulturchallenge wurde ich mit der Nase darauf gestoßen, als ich im Februar noch ein Buch für Das Jahr des Taschenbuchs brauchte, habe ich es mir endlich gekauft. Auch im Lesekreis konnte ich die anderen Teilnehmer von diesem Buch überzeugen. Bei der Besprechung war ich leider krank und konnte nicht dabei sein. Schade, die Diskussionen dort zeigen mir oft Seiten an Büchern auf, die ich vorher nicht gesehen habe.
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