Hannah Ross: Revolutions
Sonntag, 20. März 2022

Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten
Die Geschichte des Fahrrads ist eng mit der Geschichte der Emanzipation verknüpft. In diesem Buch Revolutions zeigt die Autorin Hannah Ross wie eng. Die vielen Geschichten, die sie dazu zusammengetragen hat, strukturiert sie in vier Teile.
Abschnitt Eins, die Revolution, berichtet von den frühen Pionierinnen, die beschimpft wurden, wenn sie auf dem Rad gesehen wurden. Im zweiten Teil geht es um Frauen, die das Fahrrad als Mittel zur Emanzipation einsetzten. Im dritten Abschnitt geht es um Frauen die neue Wege fuhren und im letzten Teil geht es um Leistungssport, früher und heute.
Und so ist das Buch eine Geschichte des Fahrrades in den letzten 130 Jahren und auch eine Geschichte der Emanzipation im gleichen Zeitrahmen.
Oliver Teutsch: Die Akte Klabautermann
Donnerstag, 17. März 2022

Die letzten Jahre von Hans Fallada
Hans Fallada hieß mit bürgerlichem Namen Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen. Derr Roman „Die Akte Klabautermann“ beschreibt die Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Fallada und seine zweite Frau leben im zerstörten Berlin. Mehr schlecht als recht. Bis der Dichter Johannes R. Becher versucht einen neuen deutschen Kulturbund auszubauen und dafür Künstler sucht, die bereits vor dem Krieg einen guten Namen hatten.
Read MoreRezension: Die rote Herzogin
Donnerstag, 10. März 2022

Ein Roman von Svetlana Lavochkina
Als im Februar 2022 der Krieg in der Ukraine ausbricht, erscheint in Deutschland der neue Roman der Ukrainerin Svetlana Lavochkina. Alle Welt schaut gerade in dieses Land, dass für viele so unbekannt ist.
1927 gehört die Ukraine gerade mal seit ein paar Jahren wieder zu Rußland und Stalin plant den Bau eines Staudamms in Zaporoschje. Der Bau wird 5 Jahre dauern.
„Zaporoschje liegt genau in der Mitte zwischen der Hauptstadt Moskau und Odessa am Schwarzen Meer. Die zwei Arschbacken der Stadt werden vom wilden Dnjepr geteilt. Dieses Kaff hat nun plötzlich Hoffnung, zur drittgrößten Stadt des neuen Reiches zu werden.“
Das sind aber wohl die einzigen Fakten, die Grundlage von „Die rote Herzogin“ ist. Der Rest des Romans ist reine Fiktion. Und Ironie. Wer vielleicht schon „Puschkins Erben“ gelesen hat, kennt die Wortgewalt der Autorin, die mir wieder viel Spaß gemacht hat, mich aber auch manchmal überfordert hat.
Read MoreSofi Oksanen: Hundepark
Sonntag, 20. Februar 2022

Spannender Roman rund um das Geschäft mit Eizellen
Helsinki, 2016. Eine Parkbank, darauf sitzt eine Frau. Die Bank steht in einem Teil des Parks, in dem Hunde innerhalb eines Gatters frei herumlaufen dürfen. Eine Hundepark also. Doch die Frau auf der Bank hat keinen Hund. Sie sitzt dort nur und wartet auf das Eintreffen einer bestimmten Familie mit Hund. Nicht wegen des Hundes, sondern wegen der Kinder. Vor allem der Junge interessiert sie.
Regelmäßig kommt die Frau nach der Arbeit hierhin und beobachtet diese perfekte Familie: erfolgreiche Eltern, zwei wohlgeratene Kinder die mit dem Hund spielen.
Eines Tages setzt sich eine andere Frau mit auf diese Bank. Sie fängt an zu sprechen. Erst langsam geht der ersten Frau auf, dass sie diese andere Frau kennt.