Rainbow Rowell: Eleanor & Park
Dienstag, 10. März 2015
Die Geschichte einer zarten ersten Liebe
1986: Eleanor wechselt die Schule und lernt im Schulbus Park kennen. Da es keinen anderen Platz im Bus gibt, sitzen sie fortan morgens und nachmittags nebeneinander. Anfangs ist es ihnen beiden peinlich, aber mit der Zeit entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Ganz zart und langsam kommen sie sich näher, was in einem vollen Bus nicht einfach ist. Muss es doch von allen unbemerkt vonstatten gehen!
Eleanor ist die älteste von 5 Geschwistern. Ihre Mutter hat sich vor zwei Jahren von ihrem Vater getrennt und lebt nun mit einem neuen, gewalttätigen Mann zusammen. Die Familie ist sehr arm, es gibt nicht einmal Zahnbürsten oder Batterien für den Walkman. Auch dürfen die Kinder nicht auffallen und den Stiefvater in irgendeiner Weise stören. Daher gibt es für die Kinder schon vor seinem Erscheinen am Abend das Essen und danach müssen sie draußen spielen oder sich in das kleine Zimmer verziehen, in dem die meisten auf dem Fußboden schlafen. Eleanors Leben zu Hause spielt sich hauptsächlich auf ihrem Stockbett ab. Das ist ihr kleines Reich, in dem sie Musik hört und Comics liest.
Bonsai von Alejandro Zambra
Samstag, 7. März 2015
Dieser kurze Roman hat einen sehr ungewöhnlichen Anfang.
Da wird in einem einzigen kurzen Absatz das ganze Buch zusammengefasst:
„Am Ende stirbt sie, und er bleibt allein, doch allein war er schon mehrere Jahre vor ihrem Tod, vor dem Tod Emilias.“
Das sagt eigentlich schon alles. Von Liebe wird zwar nichts gesagt, aber zwischen den Zeilen sprudelt sie geradezu empor.
Doch ich möchte noch den Anfang des nächsten Satz zitieren, weil er sehr typisch für das Buch ist:
„Sagen wir, sie heißt oder hieß Emilia…“
Dieses „Sagen wir…“ kommt öfters im Laufe der Geschichte vor. Dadurch wurde bei mir ein sehr interessanter Effekt ausgelöst. Ich fühlte mich irgendwie in den Entstehungsprozess dieser Geschichte eingebunden. Ich weiß, das ist nicht rational, schließlich liegt das Buch fertig gedruckt vor mir, aber trotzdem hat es dieser Autor geschafft, mich dadurch völlig bei sich zu haben.
Der erste Absatz endet mit „Am Ende stirbt Emilia, Julio stirbt nicht. Der Rest ist Literatur:“ (der Doppelpunkt ist KEIN Tippfehler von mir. Read More
Die Schuld der Anderen
Dienstag, 3. März 2015
Dieses Buch wird als Kriminalroman geführt.
Das finde ich nicht ganz zutreffend.
Ja, es wird ein Mord und nebenbei auch einige andere Straftaten aufgeklärt, aber ich würde es eher als kritischen Gesellschaftsroman bezeichnen, der aber auch mit einer gehörigen Portion Spannung daher kommt.
Zum Buch:
Marc Rappaport ist Journalist. Und reicher Erbe. Er sitzt deshalb auch im Vorstand eines Wirtschaftskonzerns. Er ist also finanziell unabhängig, hat sich aber für eine eigene, unabhängige Laufbahn entschieden. Sein Chef Pierre ist gleichzeitig ein guter Freund.
Da wird der Mord an einer jungen Prostituierten durch einen DNA-Abgleich scheinbar aufgeklärt. Dieser Mord liegt 27 Jahre zurück, aber Marc interessiert sich für diese Geschichte.
Er geht ihr nach und stößt in einer französischen Kleinstadt auf einen schockierenden Gesundheitsskandal. Viele Arbeiter einer Chemiefabrik erkrankten an Nierenkrebs. Auch der Vater der jungen Frau starb daran. Doch wie hängt alles zusammen? Read More
Sandra Dünschede stellt „Friesenschrei“ vor
Samstag, 28. Februar 2015
Der neue Krimi von der Erfolgsautorin aus dem hohen Norden
Diese Woche war es wieder so weit. Sandra Dünschede stellte ihr neues Buch in Halstenbek – nahe Hamburg – in einer Weinhandlung vor. Dort gab es neben dem neuen Buch guten Wein und ein paar kleine Leckereien zum Essen. Ein wirklich schöner Rahmen für eine Lesung.
„Friesenschrei“ ist Sandra Dünschedes 9. Buch! Die Autorin ist außerordentlich fleissig. Noch in diesem Jahr wird ein weiteres Buch von ihr erscheinen.
Ihre Bücher spielen alle in ihrem kleinen Heimatdorf Risum-Lindholm in Nordfriesland, nur wenige Kilometer von Niebüll entfernt . Ihr kennt es, wenn ihr gerne Urlaub auf Sylt oder Föhr macht. Dann fahrt ihr unweigerlich durch dieses Örtchen durch. Seitdem ich die Bücher von Sandra kenne, fahre ich nur noch mit einer Gänsehaut da durch.
