Von Canal – Deutschmann: I get a bird – Rezension
Sonntag, 29. August 2021

Briefroman von Anne von Canal und Heikko Deutschmann
Eine Frau lässt ihren Notizkalender in einer Telefonzelle liegen. Ein Mann findet diese Agenda und schickt sie ihr. Allerdings erst drei Jahre später. Dem Päckchen legt er einen Brief bei. So der Romananfang. Es entspinnt sich ein Briefwechsel zwischen zwei Menschen, die sich nicht kennen. Sie wohnen 1000 km auseinander. Haben sie überhaupt etwas gemeinsam?
Read MoreLady Churchill von Marie Benedict
Sonntag, 22. August 2021

Das etwas andere Geschichtsbuch
Lange gab es hier keine Bücherbeiträge von mir. Ich lese einfach sehr wenig momentan. Habe sehr viele Bücher abgebrochen, hatte wenig Lust in Buchhandlungen zu gehen – wenn sie denn überhaupt auf hatten. Die Zeit fehlt mir nicht, aber das Durchhaltevermögen und das Interesse. Es wird allmählich etwas besser. Mit Lady Churchill flammte wieder das Leseglück auf, das ich von mir kannte. In der Buchhandlung gesehen und sofort Leselust verspürt. Ich habs gekauft und Freude empfunden.
„Frau Einstein“ hat sicher auch ein wenig dazu beigetragen. Der Roman von der gleichen Autorin gefiel mir nämlich auch sehr gut.
Ich mag diese Romane, die auf Tatsachen beruhen. Mir ist dabei immer bewußt, dass die Autoren sich dazu eine Menge selbst ausdenken müssen und für sich ein Gefühl entwickeln müssen, was zu den Protagonisten passt. Aber ich kann mir vorstellen, dass das den meisten gut gelingt. Schließlich ist die Hauptarbeit dieser Bücher die Recherche. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was man gelesen haben muß, um so ein Buch überhaupt zu beginnen.
Read MoreOrkun Ertener: Was bisher geschah (und was niemals geschehen darf)
Sonntag, 8. August 2021

Rasantes Leben mit Amnesie
Stell dir mal vor, du wachst morgens auf. Du befindest dich in einem Raum, den du nicht kennst. In einem Haus, dass dir fremd ist. Ein Unbekannter kommt rein und erklärt, dass du einen Unfall hattest. Seltsam, dir geht es doch gut, oder? Du erfährst, der Unfall war vor über einem Jahr, du leidest unter einer Amnesie. Du kannst dich nur bis zu einem Zeitpunkt erinnern, neue Erinnerungen werden nicht gespeichert. Wie im Murmeltiertag-Film. Allerdings bist nur du in dieser Schleife gefangen. Für alle anderen Menschen geht das Leben weiter.
So passierte es Paul. In der Nacht vor dem letzten Schultag ist er bei einer Art Wettbewerb mit Abiturienten einer anderen Schule vor ein Auto gelaufen. Das letzte woran er sich erinnert, passierte einige Wochen vorher.
Frauke Buchholz: Frostmond
Sonntag, 25. Juli 2021

Highway of Tears
Ein Teil des Trans-Kanada Highways wird auch „Highway of Tears“ genannt. Er ist Schauplatz zahlreicher Morde und Vermisstenfälle. Die meisten Opfer sind Frauen indigener Abstammung. Bei diesem realen Hintergrund setzt der Krimi Frostmond von Frauke Buchholz an.
Die Motivation der Polizei diesen Fällen nachzugehen hält sich in Grenzen. Doch ein Fall, der Tod der erst 15-jährigen Jeanette Maskisin schafft es in die Presse und erregt Aufsehen. Ein ungleiches Ermittlergespann soll den Mörder aufspüren, denn es könnte sich um einen Serienmörder handeln. Es gibt starken politischen Druck. Die Angehörigen und Nachbarn von Jeannette, sie stammt aus einem Cree-Reservat, stehen der Polizei sehr ablehnend gegenüber, kein Wunder, bei den Erfahrungen, die sie bereits mit Ordnungskräftenmachen mussten.
Krimicheck
Hauptthema?
Leben in Kanada im Spannungsfeld indigene Bevölkerung – Frankokanadier – Anglokanadier